Kölner Dom – das Wahrzeichen der Rheinmetropole

Der Kölner Dom gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands. Unsere Köln-Experten Julia & Patrick haben die zweithöchste Kirche Deutschlands besucht.

 

Wenn Sie „Köln“ hören, an was denken Sie dann als Erstes? An Karneval, an den 1.FC Köln, an ein leckeres Glas Kölsch? Je nach Ihren persönlichen Vorlieben kann es alles sein aber das Erste Bild was Sie im Kopf haben wird sicher der alles überragende Kölner Dom sein. Mit seinen zwei Türmen im gotischen Baustil ist er neben dem Brandenburger Tor und dem Schloss Neuschwanstein eines der Wahrzeichen Deutschlands und seit 1996 sogar UNESCO-Weltkulturerbe. Nicht umsonst ist es die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Deutschlands und der Stolz einer ganzen Region.

Wie finde ich den Kölner Dom?

Viel schwieriger ist es, befinden Sie sich erst mal in Köln, den Dom NICHT zu finden. Mit seinen über 157 Meter hohen Türmen überragt er das Stadtbild und ist schon von weitem hin sichtbar. Wenn Sie mit dem Auto nach Köln kommen, egal aus welcher Richtung, sehen Sie den Dom schon lange bevor Sie das Kölner Stadtschild sehen. Kommen Sie mit dem Zug am Hauptbahnhof an, laufen Sie quasi schon gegen den Dom, denn er steht nur einen guten Steinwurf südlich des Hauptausgangs. Und selbst mit dem Schiff führt kein Weg am Dom vorbei, denn er steht nur 200 Meter vom Ufer des Rheins entfernt.

Die Dombesichtigung

Eine kostenlose Besichtigung des Doms ist, je nach Jahreszeit, ab 6 Uhr morgens bis 21 Uhr nachts möglich (Sonn- und Feiertags von 13 Uhr bis 16:30 Uhr). Es gibt allerdings einige Einschränkungen bei bestimmten Feiertagen oder wenn gerade ein Gottesdienst gehalten wird. Daher sollten Sie sich vorsichtshalber vor einem Besuch unter www.koelner-dom.de informieren.

Hat man erst einmal den Dom betreten stockt einem umgehend der Atem. Der Kölner Dom ist, meiner Meinung nach, eines der Bauwerke das von innen noch viel größer wirkt als von außen. Die Größe, die Ausstattung, die unglaublichen Fensterfronten, einfach alles ist hier gigantisch und man muss aufpassen, dass man sich beim Hochschauen nicht den Hals verdreht. Wenn man es eilig hat kann man in rund zwanzig Minuten eine komplette Runde im Dom drehen aber um sich wirklich alles anzusehen sollte man schon mehrere Stunden einplanen. Das Schmuckstück des Doms ist der goldene Dreikönigenschrein mit den Reliquen der Heiligen Drei Könige. Auf diesen Schatz sind die Kölner sogar so stolz, dass sie sie als drei goldene Kronen in ihr Stadtwappen mit eingebaut haben.

Die Dombesteigung

Wenn Sie gut zu Fuß sind können Sie den Südturm über seine 533 Stufen täglich ab 9 Uhr besteigen. Schüler zahlen hierfür 2,-€ und Erwachsene 4,-€. Der Eingang zur Turmbesteigung war früher noch im Dom selbst, ist jetzt aber außen vor dem Dom rechts neben dem Hauptportal zu finden. 533 Stufen klingt erst einmal unglaublich viel, ist aber für durchschnittlich fitte Menschen kein Problem. Zwar ist die steinerne Wendeltreppe an manchen Stellen bei Gegenverkehr etwas eng aber es gibt immer wieder kleine Buchten zum Pausieren und auch zwei größere Räume mit Sitzmöglichkeiten und Platz für einen Rundgang. Einer dieser Räume ist der Glockenstuhl, der allerdings an Sonn- und Feiertagen bis 12:30 Uhr geschlossen ist. Warum er dann geschlossen ist weiß man spätestens wenn man die riesigen Glocken, darunter die mit 24 Tonnen größte schwingend geläutete Glocke der Welt, gesehen hat. Wenn die St. Petersglocke oder wie der Kölner sagt „Der Dicke Pitter“ erst mal loslegt hilft es auch nichts mehr die Hände über die Ohren zu legen.

Sind Sie erst einmal oben angekommen entschädigt Sie die Aussicht über Köln für das Treppensteigen. Und Sie können sich auf den Abstieg freuen und den Ihnen auf der Treppe entgegenkommenden Menschen ein paar aufmunternde Worte zukommen lassen.

Tipp: Auf der anderen Rheinseite in Höhe des Doms sehen Sie den 103 Meter hohen, silbernen LVR-Tower, auch Kölntriangle genannt. Hier können Sie mit einem Aufzug für 3,-€ auf die obere Besucherplattform fahren und haben einen wunderschönen Blick auf den Dom und die Altstadt. Zum LVR-Tower kommen Sie in wenigen Minuten zu Fuß über die Hohenzollern-Eisenbahnbrücke direkt hinter dem Dom.

Die Domschatzkammer

Mit der Dombesichtigung und der Dombesteigung haben Sie die Pflicht erfüllt und jetzt kommt die Kür. Wer noch Zeit hat kann über einen Eingang auf der Nordseite des Doms oder auch von innerhalb des Doms die Domschatzkammer besuchen. Hier zahlen Sie ermäßigt 3,-€ und für Erwachsene 6,-€. Sie können allerdings auch eine Kombikarte für die Schatzkammer und die Turmbesteigung für nur 8,-€ kaufen. Die Domschatzkammer geht über drei unterirdische Etagen und sechs große Räume. Hier finden Sie viele Utensilien der katholischen Liturgie, goldene Monstranzen und Reliquien von Heiligen. Aber Sie begeben sich auch auf eine kleine Reise durch die Geschichte von Köln, denn bei Ausgrabungen zur Domschatzkammer wurden unter anderem auch Gräber aus der Merowinger Zeit und Teile der alten Römischen Stadtmauer freigelegt. Und wenn es ganz still ist können Sie sogar die Bahnen und U-Bahnen des Kölner Hauptbahnhofes hören die nur wenige Meter neben oder unter Ihnen entlangfahren.

 

Wer nach Köln reist kommt um eine Dombesichtigung nicht herum. Diese ist kostenlos und auch in relativ kurzer Zeit zu bewerkstelligen. Wer wenige Euro investieren möchte und gut zu Fuß ist, dem empfehlen wir auf jeden Fall die Besteigung des Südturms. Es ist zwar etwas mühsam aber diese Mühe lohnt sich. Wenn Sie Interesse an Kunst haben und noch etwas Zeit übrig, sollten Sie zum Abschluss auch noch die Domschatzkammer besichtigen.

Der Kölner Dom ist auch der Startpunkt der Hop-On-Hop-Off-Sightseeing Tour durch die schöne Stadt am Rhein.

Am Domkloster 4
50667 Köln
Bei Google Maps öffnen
Öffnungszeiten:
täglich:
6.00 Uhr-19.30 Uhr (November-April)
6.00 Uhr -21.00 Uhr (Mai-Oktober)

Titelfoto: Shutterstock – Sean Pavone

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