Das Römisch-Germanische Museum – Einblick in die Geschichte Kölns

Das Römisch-Germanische Museum sollte man unbedingt besuchen, wenn man sich für Historie Kölns interessiert. Unsere Autoren Julia und Patrick waren zu Besuch.

Viva Colonia!

Diesen Ausspruch kennt fast jeder in Deutschland und dafür muss man nicht zwingend aus Köln stammen. Aber wo kommt er her? Ja ok, es ist der Refrain eines der wohl berühmtesten Köln Hymnen der Kult-Band Höner und heißt so viel wie „Es leben Köln!“. Man kommt in der Domstadt auch kaum daran vorbei. Ob beim 1.FC Köln, dem Eishockey, selbst auf oder in einigen Straßenbahnen liest oder hört man „Viva Colonia!“. Aber dieser Ausspruch ist so alt wie die Stadt selbst. Köln war ursprünglich eine römische Siedlung die den Namen „Colonia Claudia Ara Agrippinensium“ trug. Und daher rührt dieses wunderschöne „Viva Colonia!“

Das Römisch-Germanische Museum

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Dieser Vergangenheit haben die Kölner 1974 ein Denkmal in Form eines riesigen Museums unweit des Doms bzw. des Hauptbahnhofs gesetzt. Aus heutiger Sicht ist es architektonisch zwar keine Schönheit mehr aber dafür hat das „Schaufenster in die Römerzeit“, wie es sich selbst nennt, dem Besucher im Inneren einiges zu bieten.
Ein Highlight der Ausstellung ist das ca. 70qm große weltberühmte Dionysosmosaik. Das Mosaik aus mehr als einer Millionen Einzelteilen ist auch außerhalb des Museums durch eine Glasscheibe vom Roncalliplatz, südlich des Doms, aus gut sichtbar. Es befindet sich zwölf Meter unter dem heutigen Bodenniveau, genau an der Stelle an der er um 225 nach Christus erstellt wurde. Es gehörte damals zum zentralen Raum einer römischen Villa die um 355 zerstört und 1941 bei Ausgrabungen für einen Luftschutzbunker wiederentdeckt wurde.

Eine weitere Besonderheit ist das über 14 Meter hohe Grabmal des römischen Legionärs Poblicius. Auch dieses beeindruckende Fundstück kann ohne das Museum zu betreten, zumindest zum Teil, von außen betrachtet werden. Es befindet sich direkt über dem Dionysosmosaik, stammt aber ursprünglich aus der Kölner Südstadt, wo es 1965 von Bewohnern gefunden und bis 1967 in Eigenregie ausgegraben wurde.
Des Weiteren beherbergt das Museum eine riesige Sammlung aus der germanischen und römischen Geschichte Köln aber auch darüber hinaus. Zu sehen sind restaurierte und nachgebildete Fundstücke aller Facetten. Von Kinderspielzeug bis Kosmetika, von Waffen bis Wasserhähne, hier findet sich alles für Menschen die Interesse an römischer und germanischer Geschichte haben. Das ganze Museum ist hell und großzügig angelegt.

Das Museum ist täglich, außer Montag, von 10 bis 17 Uhr geöffnet und jeden ersten Donnerstag im Monat sogar bis 22 Uhr. Der normale Eintritt für Erwachsene beträgt 9€. Es können auch kostenlose und kostenpflichtige Führungen gebucht werden. Für aktuelle Angebote und Termine besuchen Sie die Seite des Römisch-Germanischen Museums.

Der Besuch im Museum lässt sich auch ideal mit einer Stadtrundfahrt verbinden. Unmittelbar am Ort beginnt die große Hop-On-Hop-Off-Tour durch Köln.

Bei Google Maps öffnen
geöffnet: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr
jeden ersten Donnerstag im Monat 10 – 22 Uhr

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