Köln mal anders – Eine Panorama-Rundfahrt auf dem Rhein

Die Panorama-Schifffahrt auf dem Rhein lädt zum Kennenlernen der Stadt aus ungewohnter Perspektive ein. Unsere Autorin Shirani ist mitgefahren.

Wer Köln besucht, kommt am Rhein nicht vorbei. Der längste und wasserreichste Fluss Deutschlands fließt mitten durch Köln und teilt die Domstadt in zwei Hälften: eine linksrheinische und eine rechtsrheinische. Letztere wird in Köln auch gerne als Schäl Sick bezeichnet, was so viel bedeutet wie scheele oder fasche Seite. Merkwürdigerweise ist es in Düsseldorf genau anders herum …
Wer sich einen Überblick über die Kölner Sehenswürdigkeiten verschaffen möchte oder die Stadt einfach mal aus einer anderen Perspektive erleben möchte, kann dies bei einer Panorama-Rundfahrt tun.

Los geht’s am Konrad-Adenauer-Ufer, an der Anlegebrücke Nr. 10 gegenüber des Musical Domes. Ich kaufe mein Ticket am Schalter neben der Anlegestelle und betrete mit zahlreichen anderen Passagieren die zweistöckige Fähre. Alle sind bemüht, einen Platz auf dem sonnigen Deck zu ergattern, und kurze Zeit später, als die Fähre sich langsam in Bewegung setzt, genießen die meisten schon ihr Kölsch oder Radler in der Sonne.
Wir fahren vorbei am Kölner Dom, Groß St. Martin und entlang der geschichtsträchtigen Altstadt, in der neben Berühmtheiten wie dem Stapelhaus am Fischmarkt oder dem Alter Markt zahlreiche Kneipen, Brauhäuser und Restaurants auf Besucher warten. Am Schokoladenmuseum und dem Deutschen Sport & Olympiamuseum legen wir kurz an, um Passagiere ein- und aussteigen zu lassen. Weiter geht es entlang der Pollerwiesen und dem neu gestalteten Rheinauhafen, der neben dem Kölner Dom ein Highlight unter den Kölner Sehenswürdigkeiten darstellt. Das historische Hafenquartier wurde mit einer ausladenden Flaniermeile sowie schicken Cafés und Galerien ausgestattet, doch das Herzstück des Hafens bilden die drei vom Hamburger Architekturbüro Bothe, Richter, Teherani entworfenen Kranhäuser, die in ihrer Form an ein umgedrehtes L erinnern. Diese Form soll drei Hafenkränen nachempfunden sein, deren Ausleger zum Rhein ausgerichtet sind.

Nachdem wir die vier Rheinbrücken – Hohenzollernbrücke, Deutzer Brücke, Severinsbrücke und Südbrücke – passiert haben, steuern wir unsere letzte Station, das ehemalige Fischerdorf Rodenkirchen an. Hier können die Passagiere wahlweise aussteigen und die Rückfahrt zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen; oder mit der Fähre zum Ausgangspunkt am Kölner Dom zurückkehren. Ich entscheide mich für die Rückfahrt und dank der Strömung sind wir ruckzuck wieder am Dom. Die Zeit reicht gerade noch aus, um die andere Rheinseite mit den Poller Wiesen und der erst im vergangenen Jahr fertiggestellten Rheintreppe zu bewundern.
Kleiner Tipp von mir: Sitzt man in Fahrtrichtung rechts und in der Nähe des Steuerhauses, bekommt am meisten von den Sehenswürdigkeiten sowie den jeweiligen Erklärungen (englisch und deutsch) mit. Außerdem empfehle ich, die Fahrt einmal zu unterbrechen und mit einem Besuch im Schokoladenmuseum oder einem Spaziergang durch Rodenkirchen zu verbinden.

 

Wer danach immer noch nicht genug hat, kann durch die Altstadt flanieren oder das Sightseeing mit einer Stadtrundfahrt durch Köln fortsetzen.
Die Fahrt dauert ohne Unterbrechung ca. 65 Minuten und wird ab dem 1. März täglich um 11:40, 13:00, 14:20 und 15:40 Uhr angeboten. In der Hauptsaison von Mai bis September gibt es zwei weitere Fahrten um 10:15 und 17:00 Uhr.

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