Stadtrundfahrt in Köln – Open Air die Stadt entdecken

Unser Autorin Shirani hat die Hop On Hop Stadtrundfahrt durch Köln ausprobiert und so viele Attraktionen der schönen Stadt am Rhein näher kennengelernt.

Auch wenn der Kölner Dom der ganze Stolz der Kölner ist: In der Stadt am Rhein gibt es auch noch andere Sehenswürdigkeiten zu sehen. Und die lassen sich am besten per Stadtrundfahrt entdecken, „Open Air“ mit einem der zahlreichen Cabriobusse. Die auffälligen, gelben Doppeldeckerbusse halten an insgesamt acht Haltestellen, an denen man nach Belieben ein- oder aussteigen kann.
Los geht’s auf dem schönsten Parkplatz Kölns, dem Kardinal-Höffner Platz 1 gegenüber des Kölner Doms. Es ist ein sonniger Sonntagnachmittag und vor dem Bus bildet sich bereits eine Schlange. Denn bei dem schönen Wetter möchte jeder einen Sitzplatz auf dem offenen Deck erwischen. Beim Busfahrer erhalten wir unsere Kopfhörer für den Sprachführer und während wir auf die Abfahrt warten, erzählt eine freundliche Stimme uns bereits interessante Fakten über die Geschichte des Kölner Doms.

 

Nachdem wir erfahren haben, dass der Dom nicht nur die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands, sondern auch eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen Europas ist und jährlich über sechs Millionen Besucher anzieht, setzt sich unser Bus in Bewegung. Los geht es am Dom vorbei und durch einen langen Tunnel unter der Kölner Altstadt in Richtung Schokoladenmuseum. Hier befindet sich die erste Haltestelle der Hop on Hop off Tour.
Im Schokoladenmuseum erfährt man alles über die Herstellung und Kulturgeschichte der Schokolade. Von der Haltestelle aus kann man aber auch dem Deutschen Sport & Olympia Museum einen Besuch abstatten oder am neu angelegten Rheinauhafen entlangspazieren. Als Nächstes passieren wir den Heumarkt, einen ehemaligen Marktplatz und Kölns zweitgrößten Platz, der an Karneval gerne mal aus allen Nähten platzt. Mitten auf dem Heumarkt thront ein beeindruckendes Reiterstandbild, das zu Ehren von Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. erbaut wurde. Gemeinsam mit drei weiteren Reiterstatuen flankiert er die Rampen der Hohenzollernbrücke.
Weiter geht es in Richtung Gürzenich/ Hard Rock Café. Der Gürzenich ist eine alte Festhalle im Zentrum der Kölner Altstadt, die auch heute noch für offizielle Empfänge, große Feierlichkeiten und Ausstellungen genutzt wird. Bekannt ist der Gürzenich, oder auch Jözenich, vor allem als Austragungsort für die berühmten Kölner Karnevalssitzungen.

Von der Haltestelle Gürzenich aus sind das Farina-Haus, das historische Kölner Rathaus sowie das benachbarte Jüdische Museum fußläufig erreichbar. Zudem kann man von hier aus die Schildergasse entlanglaufen, Kölns bekannteste Shoppingmeile. In Köln heißt es: „Hast du einen Bekannten lange Zeit nicht gesehen, dann laufe die Schildergasse dreimal entlang und du wirst ihn garantiert treffen.“
Wir passieren den Neumarkt, einem weiteren ehemaligen Marktplatz, und machen uns auf Richtung Stadtmuseum. Das kölnische Stadtmuseum, das zugleich eine Haltestelle der Stadtrundfahrt ist, beherbergt Objekte zur Geschichte Kölns und vermittelt einen Eindruck über 1200 Jahre Stadtgeschichte. Die nächste Station ist der Friesenplatz. Er ist Teil der Kölner Ringe, einem halbkreisförmig angeordneten Straßennetz, das die linksrheinische Kölner Altstadt umschließt und in seinem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer folgt. Auf dem Friesenplatz ist ein Teil der alten Stadtmauer zu sehen. Die Kölner Ringe sind gesäumt von Bars, Diskotheken und Restaurants und verwandeln sich abends zur Flaniermeile. Als Vorbild für die Kölner Ringe dienten die Boulevards in Paris und Antwerpen. Ganz in der Nähe befindet sich außerdem das Szenequartier Belgisches Viertel, in dem es allerlei schicke Boutiquen und Cafés zu entdecken gibt.
Während wir die Ringe entlang in Richtung Kölner Zoo fahren, können wir immer wieder einen Blick auf Teile der alten Stadtmauer erhaschen. Einer der schönsten befindet sich am Eigelstein. Dort befindet sich die Eigelsteintorburg, eine von vier erhalten gebliebenen Stadttorburgen der mittelalterlichen Stadtmauer. Unsere nächste Station führt uns weiter zur Haltestelle Zoo/ Flora. Hier lohnt sich ein Ausstieg ganz besonders, denn von hier aus kann man nicht nur den Kölner Zoo sowie den Kölner Skulpturenpark besuchen, sondern auch in Kölns schönstem Garten, der Kölner Flora verweilen.

Als Köln im 19. Jahrhundert im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung immer enger wurde und mit dem alten botanischen Garten auf dem Gelände des heutigen Hauptbahnhofs eine der letzten Grünflächen verschwand, beschlossen zwölf wohlhabende Kölner Bürger den Bau eines Zier- und Lustgartens. „Es soll ein Ort geschaffen werden, der die Flucht aus den Mauern der grauen Stadt in ein von Pflanzen und Schönheit geprägtes Paradies ermöglicht.“ Diese Vision vom Paradies ist verwirklicht worden, und der prachtvolle Garten mit seinem herrlichen Glaspalast und dem botanischen Garten lädt auch heute noch zum Träumen und Verweilen ein. Das Café „Dank Augusta“ ist zudem der ideale Ort, um eine Pause einzulegen, bevor es mit dem nächsten Bus weitergeht.

Statt mit dem Bus auf die andere Rheinseite zu fahren, bietet es sich aber auch an, die Strecke mit der Kölner Seilbahn zurückzulegen. Man sagt, dass Köln so viele Kirchen hat, wie das Jahr Tage hat. In der Seilbahn kann man überprüfen, ob das wirklich wahr ist, und die Domstadt aus der Vogelperspektive genießen. Die nächste Station befindet sich auf der anderen Rheinseite. Während wir den Rhein überqueren, sehen wir Mülheim zu unserer Linken und Deutz zu unserer Rechten. Wir biegen nach rechts ab und passieren das Abenteuermuseum Odysseum in Köln, das sich auch bei schlechtem Wetter als Ausflugsziel für die ganze Familie eignet. Hier kann man ebenfalls aussteigen und neben dem Museumsbesuch auch einen Abstecher in die Köln Arcaden machen.

Unsere letzte Station führt uns zum Deutzer Bahnhof, der vor allem zu Messezeiten eine große Rolle spielt. Denn rund die Hälfte alle Übernachtungsgäste in Köln sind Messebesucher, und das direkt an das Messegelände angrenzende Bahnhofsgelände sichert die perfekte Anbindung für die Besucher. In Deutz sollte man ebenfalls aussteigen, denn vom Bahnhof aus kann man zum nur wenige Minuten entfernten Köln Triangle laufen und den schönsten Ausblick auf Köln genießen. Am Fuße der Hohenzollernbrücke hat man einen malerischen Ausblick auf den Kölner Dom und die Altstadt.
Schließlich bringt uns der gelbe Bus wieder zurück an den Ausgangspunkt. Wir passieren nochmals den Kölner Dom, diesmal das Südportal; für viele die schönste Seite der Kathedrale. Der Bus hält abermals am Kardinal-Höffner-Platz, zu Füßen der mächtigen Kirche. Und mit einem Blick auf die beiden Türme muss ich feststellen: Der Kölner Dom ist zwar nicht die einzige Sehenswürdigkeit Kölns, aber mit Sicherheit die eindrucksvollste.

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